Elektrik

Stromverbrauch im Wohnmobil berechnen: Rechner, Tabelle und Bedarf

Du willst ein paar Tage autark stehen, ohne Landstrom? Hier bekommst du den Rechenweg, eine Tabelle typischer Verbraucher, eine Excel-Vorlage und einen Rechner für deinen Tagesbedarf.

Von René Kutter · 13 Min. Lesezeit Geprüft am Angaben, Zahlen und Quellen wurden an diesem Tag zuletzt fachlich geprüft.
Stromverbrauch im Wohnmobil berechnen: Rechner, Tabelle und Bedarf

Zusammenfassung

Den Stromverbrauch im Wohnmobil berechnen kannst du, indem du die Leistung jedes Geräts mit seiner täglichen Laufzeit multiplizierst und die Ergebnisse addierst. Teilst du die Summe in Wattstunden durch die Batteriespannung, erhältst du den Tagesbedarf in Amperestunden.

  • Beispiel: Ein Gerät mit 75 W benötigt bei 6 Stunden Laufzeit 450 Wh am Tag.
  • Umrechnung: Bei 12 V entsprechen 450 Wh einem Bedarf von 37,5 Ah.
  • Kühlschrank: Ein Kompressorgerät braucht im Sommer rund 300 bis 700 Wh am Tag; seine Laufzeit schwankt mit der Temperatur.
  • Batterie: Die Nennkapazität ist nicht vollständig nutzbar; für die Planung kannst du bei AGM mit 50 % und bei LiFePO4 mit 80 % rechnen.
  • Nächster Schritt: Trage deine Geräte und ihre tägliche Nutzungsdauer in den Rechner oder die Tabelle ein und plane eine Reserve ein.

Wie berechne ich den Stromverbrauch im Wohnmobil?

Du berechnest den Stromverbrauch, indem du die Leistung jedes Verbrauchers mit seiner täglichen Laufzeit multiplizierst und die Summe in Amperestunden umrechnest. Das klingt aufwendiger, als es ist. Die Formel Watt mal Stunden gleich Wattstunden beschreiben unter anderem camperpower.de und Fink Automobile. Vier Schritte genügen:

  1. Leistung aller Verbraucher sammeln (in Watt)
  2. Jeden Wert mit der Einschaltdauer multiplizieren (in Stunden)
  3. Ergebnis ist der Verbrauch in Wattstunden (Wh)
  4. Durch die Batteriespannung teilen (z. B. 12 V), das ergibt Amperestunden (Ah), direkt vergleichbar mit deiner Batterie

Welche Spannung du ansetzt, hängt von deiner Batterie ab. Konge Treks teilt durch 12,8 V, die Nennspannung einer LiFePO4-Batterie (Lithium-Eisenphosphat). Mit 12,8 V fällt das Ergebnis in Ah rund 6 % kleiner aus als mit 12 V. Nimm die Spannung, die auf deiner Batterie steht, und bleibe in der ganzen Rechnung bei einem Wert.

Ein kleines Rechenbeispiel

Ein Kompressor-Kühlschrank hat eine Leistungsaufnahme von rund 75 W. Wie lange er täglich nachkühlt, hängt von der Außentemperatur ab, sagen wir 6 Stunden.

Rechenweg Kühlschrank
Kompressor-Kühlschrank 75 W × 6 h
450 Wh

Bei 12 V37,5 Ah

Annahme: Kühlschrank kühlt im Sommer etwa 6 Stunden am Tag nach. Bei 12,8 V sind es 450 Wh ÷ 12,8 V, also rund 35,2 Ah.

Das machst du mit allen Verbrauchern und addierst die Ergebnisse (in Wh oder Ah), fertig ist dein Gesamtverbrauch. Wie das für einen ganzen Tag aussieht, zeigt das nächste Beispiel mit Werten aus der Tabelle weiter unten.

Beispiel Tagesbedarf
Innenbeleuchtung (LED) 8 W × 4 h
32 Wh
Smartphone 1 Ladung
12 Wh
Laptop 1 Ladung
50 Wh
Wasserpumpe 50 W × 0,5 h
25 Wh
Fernseher 35 W × 3 h
105 Wh
Kühlschrank 80 l (Kompressor) 80 W × 6 h
480 Wh

Gesamt pro Tag704 Wh (rund 58,7 Ah bei 12 V)

Ohne Kühlschrank sind es 224 Wh, das entspricht rund 18,7 Ah. Das passt zu den Richtwerten von rund 20 und rund 60 Ah.

Infografik in vier Schritten vom Verbraucher zur Batteriekapazität: Verbraucher auflisten, Watt und Stunden notieren, Watt mal Stunden gleich Wattstunden, Wattstunden durch Volt gleich Amperestunden
Die vier Schritte des Rechenwegs auf einen Blick.

Tabelle: Typische Verbraucher und ihre Leistung

Die Tabelle zeigt übliche Verbraucher im Wohnmobil mit durchschnittlichen Leistungswerten, die Ah-Werte gelten bei 12 V. Sie dient als Kurzfassung für deine Rechnung. Beim Kühlschrank hängt der Tagesverbrauch von der Laufzeit ab, die Erklärung dazu steht im Abschnitt zum Kühlschrank.

GerätLeistungDauer / LadungWh pro TagAh pro Tag
Innenbeleuchtung (LED)8 W4 h322,7
Smartphone20 W1 Ladung121,0
Laptop80 W1 Ladung504,2
Wasserpumpe50 W0,5 h252,1
Kühlschrank 80 l (Kompressor)80 W6 h48040,0
Kühlschrank 80 l (Absorber, 12 V)120 W24 h2.880240,0
Kompressorkühlbox (Faustregel, taktet)15 bis 45 Wh pro Stundetaktet300 bis 700 (Sommer)25 bis 58
Absorberkühlschrank (Strombetrieb)rund 167 W im Mittel24 hrund 4.000rund 333
Fernseher35 W3 h1058,8
Radio15 W3 h453,8
Bluetooth-Box20 W1 Ladung453,8
Kaffeemaschine1.200 W1 Tasse363,0
Heizung (Diesel)50 W2 h1008,3
Heizung (Gas mit Gebläse)12 W2 h242,0

Die Werte sind Richtwerte, dein Gerät kann abweichen. Am genauesten wird die Rechnung, wenn du die tatsächliche Leistungsaufnahme misst und nicht die Angabe auf dem Typenschild einträgst. Für 230-V-Geräte geht das mit einem Steckdosen-Messgerät, das zwischen Steckdose und Gerät steckt. Die Zeilen zur Kompressorkühlbox und zum Absorber stammen von planmycamper.de und Campofant, der Mittelwert und die Ah-Werte sind umgerechnet. Bei der Kompressorkühlbox stehen der Stundenwert und der Tageswert als zwei getrennte Angaben nebeneinander, die du nicht mit 24 Stunden verrechnest.

Hand steckt ein Steckdosen-Messgerät mit Display in eine 230-V-Steckdose im Wohnmobil, ein Kleingerät ist angeschlossen
Gemessene Watt sind genauer als die Angabe auf dem Typenschild.

Excel-Vorlage zum Download

Mit der Excel-Vorlage trägst du deine eigenen Geräte ein und rechnest den Tagesverbrauch ohne eigene Formeln aus. Das ist praktisch, wenn du deine Liste mehrfach anpassen willst, etwa vor einer neuen Reise.

Eigene Werte eintragen und exakt rechnen: Die kostenlose Excel-Vorlage enthält alle Formeln, du ergänzt einfach deine Geräte. Nimm dafür möglichst gemessene Watt aus dem Messgerät statt der Typenschildwerte.

Vorlage herunterladen

Rechner: Wie viel Strom brauchst du am Tag?

Der Strom-Rechner zeigt dir sofort deinen Tagesbedarf und eine passende Batteriegröße. Hak an, was du nutzt, und stell die Dauer ein.

8 W
4 h
32 Wh
20 W
1 Ladung
12 Wh
80 W
1 Ladung
50 Wh
50 W
0,5 h
25 Wh
80 W
6 h
480 Wh
120 W
24 h
0 Wh
35 W
3 h
105 Wh
15 W
3 h
0 Wh
20 W
1 Ladung
0 Wh
1.200 W
1 Tasse
0 Wh
50 W
2 h
0 Wh
12 W
2 h
0 Wh
Verbrauch pro Tag704 Wh
Bei 12 V58,7 Ah
LiFePO4 empfohlen (+30 %)80 Ah
Blei empfohlen (×2, +30 %)160 Ah

Ein Online-Rechner liefert immer nur einen theoretischen durchschnittlichen Tagesverbrauch aus den Geräten, die du angibst (so beschreibt es Sprintour für den eigenen Rechner). Weiterführende Rechner wie der von planmycamper.de beziehen zusätzlich den Solarertrag nach Region und Monat sowie Autarkietage ein. Zwei Posten verschieben die Rechnung am stärksten: der Kühlschrank und der Wechselrichter. Beide erklären die nächsten Abschnitte.

Kühlschrank im Wohnmobil: Stromverbrauch pro Tag berechnen

Ein Kompressorkühlschrank braucht im Sommer rund 300 bis 700 Wh am Tag, weil sein Kompressor taktet und nur zeitweise läuft. Die Wattangabe auf dem Typenschild gilt nur, solange der Kompressor läuft. Für die Rechnung zählt deshalb der Laufzeitanteil, also die Stunden, die er tatsächlich arbeitet.

Als Faustregel nennt planmycamper.de 15 bis 45 Wh pro Stunde. Sie stammt aus einem Ratgeber zu Kompressor-Kühlboxen und ist für Kühlschränke ein Anhaltspunkt, kein Messwert für dein Gerät. Auch die 300 bis 700 Wh am Tag stammen aus dieser Quelle. Beide Angaben stehen dort als getrennte Faustregeln und lassen sich nicht mit 24 Stunden gegeneinander verrechnen: 15 bis 45 Wh mal 24 h wären 360 bis 1.080 Wh und passen nicht zur Tagesspanne. Für den Tag nimmst du deshalb die Spanne von 300 bis 700 Wh.

Offener Kühlschrank in einer Wohnmobilküche, gut gefüllt mit Lebensmitteln
Der Kühlschrank ist meist der größte Dauerverbraucher an Bord.

So rechnest du mit dem Laufzeitanteil

Du multiplizierst die Typenschild-Leistung mit den Stunden, die der Kompressor pro Tag wirklich läuft. Ein Gerät mit 60 W, das in 24 Stunden insgesamt 7 Stunden arbeitet, läuft also rund 29 % der Zeit.

Beispiel Kompressorkühlschrank mit Laufzeitanteil
Typenschild-Leistung Annahme
60 W
Laufzeit pro Tag Annahme, von 24 h
7 h
Laufzeitanteil 7 h ÷ 24 h
rund 29 %

Tagesverbrauch420 Wh (rund 35 Ah bei 12 V)

Zum Vergleich: 60 W × 24 h wären 1.440 Wh und damit mehr als das Dreifache.

Praxiswerte aus Foren

Einzelerfahrungen zeigen, wie weit der Verbrauch streut. Ein Nutzer in einem Wohnmobilforum nennt für einen Kompressorkühlschrank im Hochsommer bis zu 50 Ah pro Tag, abhängig vom Modell. Ein anderer Forennutzer rechnet mit rund 14 W im Mittel, also etwa 340 Wh oder 26 Ah am Tag bei 30 Grad Temperaturunterschied. Beide Werte sind Einzelangaben und kein Maßstab für dein Gerät, sie spannen aber den Bereich von rund 26 bis 50 Ah auf.

Kompressor gegen Absorber

Der Absorberkühlschrank braucht im Strombetrieb rund 4 kWh pro 24 Stunden, laut Campofant deutlich mehr als ein Kompressorgerät. Das ist das Sechs- bis Dreizehnfache der 300 bis 700 Wh des Kompressors (Beispielrechnung: 4.000 Wh ÷ 700 Wh und ÷ 300 Wh).

MerkmalKompressorAbsorber
Verbrauch im Strombetrieb300 bis 700 Wh am Tagrund 4 kWh pro 24 h
VerhältnisBasissechs- bis dreizehnfach
Betriebtaktet, Typenschild-Watt nur während der Laufzeitläuft meist auch mit Gas

Die Verbrauchertabelle oben rechnet den Absorber mit 120 W über 24 Stunden (2.880 Wh). Campofant nennt rund 4 kWh. Je nach Gerät fällt der Wert also unterschiedlich aus, in beiden Fällen bleibt es ein Vielfaches. Für autarkes Stehen mit Bordbatterie ist der Kompressor die bessere Wahl, den Absorber lässt du auf Gas laufen.

Der Kompressorkühlschrank ist für autarke Reisen mit Bordbatterie ideal. Bedingt geeignet: bei sehr heißem Wetter, weil die Laufzeit dann steigt. Der Absorber ist für Reisen ideal, bei denen er auf Gas läuft. Bedingt geeignet: im Strombetrieb über die Bordbatterie.

Wechselrichter: Verluste beim Umwandeln auf 230 V

Ein Wechselrichter, der 12 V Gleichstrom in 230 V Wechselstrom umwandelt, entnimmt der Batterie mehr Energie, als das angeschlossene Gerät abnimmt. Bei modernen Geräten sind das nach Mastervolt höchstens 8 % Verlust, denn ihr Wirkungsgrad liegt bei mehr als 92 %. Setze 230-V-Verbraucher deshalb mit einem Aufschlag an.

Ein Forumsbeitrag nennt für einen Wechselrichter im Betrieb dagegen bis zu 85 %. Bei einem 1.000-W-Gerät mit 1.000 W Last gingen dann rund 150 W verloren (Einzelangabe). Dazu kommt der Eigenverbrauch: Jeder Wechselrichter braucht auch ohne große Last etwas Strom, schreibt Bluetti.

So rechnest du den Aufschlag: Du teilst den Verbrauch am 230-V-Gerät durch den Wirkungsgrad.

Beispiel 230-V-Gerät mit Wechselrichter-Verlust
Verbrauch am Gerät Annahme
500 Wh
Aus der Batterie bei 92 % Wirkungsgrad 500 Wh ÷ 0,92
rund 543 Wh
Aus der Batterie bei 85 % Wirkungsgrad 500 Wh ÷ 0,85
rund 588 Wh

Mehrverbrauch aus der Batterierund 9 bis 18 %

Beispielrechnung ohne den Eigenverbrauch des Wechselrichters.

Von der Rechnung zur Batterie: nutzbare Kapazität

Die berechneten Amperestunden sind dein Bedarf, nicht die Größe der Batterie, die du kaufen musst. Die Nennkapazität ergibt sich aus dem Bedarf geteilt durch den nutzbaren Anteil. Dieser Anteil heißt Entladetiefe und beschreibt, wie viel der Kapazität du der Batterie entnimmst.

Die Quellen nennen für die beiden verbreiteten Typen diese Werte. AGM (Absorbent Glass Mat, eine Bleibatterie mit Glasfaservlies) erreicht laut akkuman.de nach der Prüfnorm DIN EN 50342 mit 400 bis 600 Zyklen bei 50 % Entladetiefe deutlich weniger als LiFePO4.

BatterieZyklenBei EntladetiefeQuelle
AGM400 bis 60050 %akkuman.de, DIN EN 50342
LiFePO43.000 bis über 6.00080 %akkuman.de
LiFePO4rund 3.500rund 90 %Reisemobil International

Die Angaben streuen. Händler wie electronicx.de nennen für LiFePO4 eine Entladetiefe von 95 bis 100 %, ein Forumsbeitrag rät dagegen zu 40 bis 80 % als schonendem Bereich. Für die Planung gilt: Rechne mit den vorsichtigen Werten, also 50 % bei AGM und 80 % bei LiFePO4.

Beispiel Batteriegröße bei 1.000 Wh am Tag
Tagesbedarf Annahme
1.000 Wh
Bedarf in Ah 1.000 Wh ÷ 12,8 V
rund 78 Ah
Nennkapazität AGM (50 % nutzbar) 78 Ah ÷ 0,5
rund 156 Ah
Nennkapazität LiFePO4 (80 % nutzbar) 78 Ah ÷ 0,8
rund 98 Ah
Nennkapazität LiFePO4 (90 % nutzbar) 78 Ah ÷ 0,9
rund 87 Ah

Nennkapazität je nach Typrund 87 bis 156 Ah

Beispielrechnung. Plane zusätzlich Reserve für Tage ein, an denen du nicht nachlädst.

Bei gleichem Bedarf braucht LiFePO4 also die kleinere Nennkapazität und erreicht laut den Quellen mehr Zyklen. Für Vielnutzer und längere autarke Reisen halte ich das für die bessere Wahl. Für sie ist LiFePO4 ideal. Bedingt geeignet: AGM, wenn du nur an wenigen Tagen im Jahr autark stehst, denn dann spielt die geringere Zyklenzahl kaum eine Rolle.

Elektrik Wohnmobil-Batterien im Überblick: Typen, Tipps & Basiswissen Eine gute Versorgungsbatterie ist das Herz deiner Energieversorgung, besonders wenn… 26 Min. Lesezeit

Worauf solltest du achten?

Wichtig sind das Lademanagement, die Verbraucher mit hohem Bedarf und ein Puffer in der Rechnung. Nutzt du viele Akku-Geräte, lohnt es sich, dein Lademanagement zu optimieren. Smartphones, Radios, Musikboxen, Tablets und Powerbanks brauchen einzeln wenig Strom, aber die Masse macht’s. Allein die vier Geräte Smartphone, Laptop, Radio und Bluetooth-Box aus der Tabelle summieren sich auf rund 12,8 Ah am Tag (1,0 + 4,2 + 3,8 + 3,8 Ah), jedes weitere Gerät kommt obendrauf.

Lade dann, wenn genug Strom da ist

Geräte, bei denen der Zeitpunkt egal ist, lädst du am besten, wenn ohnehin mehr Strom reinkommt, als die Batterie aufnehmen kann:

  • während einer langen Fahrt, wenn die Lichtmaschine die Bordbatterie lädt
  • wenn mehr Solarstrom kommt, als die Batterie speichern kann (oft am späten Nachmittag)
  • solange das Wohnmobil am Landstrom hängt
Laptop, Kopfhörer und Smartphone laden tagsüber am Tisch im Wohnmobil
Tagsüber laden die Geräte, wenn die Solaranlage mehr liefert, als die Batterie aufnehmen kann.

Verbraucher mit hohem Strombedarf

Zu den größten Stromverbrauchern im Wohnmobil zählen laut camper.help Heizlüfter, Klimaanlage, Kühlschrank und Haartrockner. Sie bestimmen auch die Stromkosten am Campingplatz mit. Trage sie in deine Rechnung immer mit der gemessenen oder realistisch geschätzten Laufzeit ein.

Puffer einplanen

Wie kann ich im Wohnmobil Strom sparen?

Wird der Strom knapp, hilft vor allem Sparen. Die sieben wichtigsten Tipps im Detail:

1. Rüste auf LED-Lampen um

LEDs verbrauchen rund 90 % weniger Strom als Glühbirnen, weil sie kaum Wärme erzeugen. Das betrifft nur noch wenige ältere Wohnmobile, neuere haben meist schon LED-Beleuchtung.

2. Betreibe und lade Geräte über 12 V

Ein Wechselrichter von 12 auf 230 V verliert je nach Modell 5 bis 15 %, bei modernen Geräten nach Mastervolt höchstens 8 %. Besser sind passende 12-V-Netzteile für Laptop und Co. Smartphones, Kameras und Musikboxen laden ohnehin direkt per USB.

Sogar viele Laptops mit USB-C laden ohne Netzteil, wenn das Kabel an beiden Enden USB-C hat und der Hub Power Delivery unterstützt. Das lädt langsamer, aber es funktioniert.

3. Koch deinen Kaffee auf dem Herd

Kaffeemaschinen ziehen schnell über 1.000 W, minutenlang. Pro Tasse sind das rund 2,5 bis 3 Ah. Die Alternative: ein Espressokocher wie die Bialetti Moka Express für den Gasherd oder ein Induktionsmodell wie die Bialetti Venus.

4. Toast und Brötchen vom Herd

Elektrische Toaster und Backöfen brauchen viel Strom. Für Gasherde gibt es spezielle Camping-Toaster, Brötchen backst du im Omnia-Backofen auf. Beides läuft über den Gasherd und spart Batteriestrom.

5. Füll deinen Kühlschrank zur richtigen Zeit

Ein voller Kühlschrank verliert beim Öffnen weniger Kälte. Genauso wichtig ist der Zeitpunkt: Frische Einkäufe muss der Kühlschrank erst herunterkühlen. Kauf deshalb ein, wenn genug Strom da ist. Am besten gehst du morgens oder mittags, dann liefert eine Solaranlage mehr, als die Batterie speichern kann.

6. Schalte Geräte aus, die du nicht brauchst

Klingt banal, bringt aber viel: Fernseher, Gefrierfach, Licht oder Laptop abschalten, wenn sie nicht gebraucht werden.

7. Lass den Absorber-Kühlschrank auf Gas laufen

Absorber-Kühlschränke verbrauchen im Strombetrieb ein Vielfaches eines Kompressor-Kühlschranks, rund 4 kWh pro 24 Stunden laut Campofant. Ihr Vorteil: Sie laufen meist auch mit Gas. Nutze das.

Zubehör zum Messen und Sparen

  • Verbrauch einzelner Geräte messen

    Das Messgerät steckt zwischen Steckdose und Gerät und zeigt die tatsächliche Leistungsaufnahme. So trägst du in der Verbrauchertabelle gemessene Watt statt der Typenschildangabe ein.

  • Gesamtverbrauch im Betrieb sehen

    Ein Batteriemonitor mit Shunt misst Strom und Ladestand der Bordbatterie. Du siehst, wie viele Amperestunden du am Tag wirklich verbrauchst, und kannst die Rechnung aus dem Rechenweg mit der Praxis vergleichen.

  • Für den größten Verbraucher

    Der Kühlschrank ist meist der größte Dauerverbraucher. Ein Kompressorgerät taktet und kommt laut den Quellen auf rund 300 bis 700 Wh am Tag, der Absorber im Strombetrieb auf rund 4 kWh in 24 Stunden.

  • Für die Beleuchtung

    Beleuchtung ist ein Posten in der Verbrauchertabelle, den du über die Leistung der Leuchten selbst beeinflusst. Weniger Watt bedeuten weniger Wattstunden am Abend.

Häufige Fragen zum Stromverbrauch

Wie viel Strom verbraucht ein Wohnmobil am Tag?

Im Schnitt rund 20 Ah pro Tag mit TV, Laptop und Handy. Mit einem 90-Liter-Kompressorkühlschrank steigt der Verbrauch schnell auf etwa 60 Ah (720 Wh).

Wie lange hält eine 100-Ah-Lithium-Batterie?

Rechnerisch rund 19 Jahre, realistisch eher etwa 13 Jahre. Bei LiFePO4 nutzt du einen großen Teil der Kapazität. Bei 50 Ah Verbrauch pro Tag (ein halber Zyklus) und rund 3.500 Zyklen käme sie bei täglicher Nutzung theoretisch auf 19 Jahre, wegen der Zellalterung sind etwa 13 Jahre realistisch.

Wie viel Watt Solar braucht ein Wohnmobil?

Das hängt von deinem Tagesbedarf ab, denn die Anlage muss diese Energie im Schnitt täglich nachliefern. Ein durchschnittliches Wohnmobil braucht rund 20 Ah pro Tag (etwa 240 Wh bei 12 V), mit Kompressorkühlschrank eher 60 Ah (720 Wh). Wie viel eine Anlage davon liefert, hängt von Region, Monat und Ausrichtung ab, Rechner wie der von planmycamper.de berücksichtigen das.

Was bringt ein 100-Watt-Solarmodul?

Ein 100-Watt-Solarmodul liefert höchstens 100 W Spitzenleistung, was am Tag in der Batterie ankommt, hängt von Jahreszeit, Ausrichtung und Wetter ab. An trüben Tagen kommt nur ein Bruchteil an. Mobile Module, die du zur Sonne ausrichtest, liefern mehr als fest montierte Dachmodule.

Wie viel Strom verbraucht ein Kühlschrank im Wohnmobil pro Tag?

Ein Kompressorkühlschrank braucht rund 300 bis 700 Wh am Tag, ein Absorber im Strombetrieb ein Vielfaches davon. Ein 60-Liter-Kompressorkühlschrank zieht rund 60 W und läuft etwa 7 Stunden am Tag: 420 Wh oder 35 Ah. Ein vergleichbarer Absorber braucht im Strombetrieb nach Campofant rund 4 kWh pro 24 Stunden, bei 12 V rund 330 Ah.

Wie rechne ich Wattstunden in Amperestunden um?

Du teilst die Wattstunden durch die Batteriespannung: Ah = Wh ÷ V. Bei 12,8 V (LiFePO4) ergeben 1.000 Wh rund 78 Ah, bei 12 V rund 83 Ah.

Wie groß muss die Batterie für meinen Tagesverbrauch sein?

Die Nennkapazität ist der Bedarf in Ah geteilt durch den nutzbaren Anteil der Batterie. Bei 1.000 Wh am Tag (rund 78 Ah) sind das etwa 156 Ah bei AGM mit 50 % und rund 98 Ah bei LiFePO4 mit 80 %. Plane zusätzlich Reserve für Tage ohne Nachladen ein.

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René Kutter
Geschrieben von René Kutter

Hat von 2019 bis 2026 in selbst ausgebauten Campern gelebt, zuletzt im Mercedes 814D, und ist gerade vorübergehend als Backpacker unterwegs. Arbeitet als freiberuflicher Webentwickler und teilt hier, was er unterwegs lernt.

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35 Gedanken zu diesem Artikel

  1. Mein erster Kommentar jemals auf einen Blogeintrag, du darfst dich also geehrt fühlen!
    Aber ich muss dir echt sagen, wie unglaublich gut ich diesen Beitrag finde! Seit bestimmt zwei Jahren versuche ich eine gute Übersicht über meinen Verbrauch zu bekommen, um zu entscheiden welche Batterie ich am besten haben sollte und wie viel Ah ich benötige.
    Dein Beitrag hat mir sooooo sehr geholfen!
    1000% dafür! 🙂

    1. René Kutter
      Autor

      Oh wie lieb 🙂 Da fühle ich mich aber wirklich sehr geehrt! Freut mich das ich helfen konnte!

  2. Jutta
    Autor

    Ich bin begeistert dass ich deine Seite gefunden habe, bin mit Formeln schon in der Schule grandios gescheitert 😉 LG jutta

    1. René Kutter
      Autor

      Hey Jutta, das freut mich sehr zu lesen 🙂

  3. Nico
    Autor

    Hey,
    Super Arbeit, danke dir für den Beitrag. Jetzt habe ich doch mal ne Frage…bei mir geht es um das leidige Thema 12V oder 24V im Aufbau.

    Habe jetzt ein bisschen mit deinem Rechner rumgespielt. Bei 24Volt bekomme ich einen täglichen Verbrauch von 71Ah raus. Ich ändere nichts, und wechsel nur von 24V auf 12V, und der Verbrauch ändert sich auf 140,5Ah.
    Jetzt bin ich total verwirrt….verbraucht ein 24V System weniger Strom? Oder wo ist mein Denkfehler?
    Weil wenn dem so wäre, würde ja jeder versuchen auf 24Volt zu bauen.

    Lg Nico

    1. René Kutter
      Autor

      Die Kapazität in “Ah” anzugeben ist eigentlich nicht ganz so optimal, hat sich aber durchgesetzt. Die bessere Angabe ist “Wh”, weil da nämlich die Spannung (V) mit eingerechnet wird. Verdoppelt sich die Spannung, halbiert sich logischerweise auch der Strom (A) und damit auch die “Ah” Angabe. Der Energieverbrauch ist am Ende der Selbe. Ein 24V System kann aber dennoch Sinn ergeben, weil man dabei zum Beispiel geringere Kabelquerschnitte benötigt.

      Das ist auch zum Beispiel der Grund weshalb es Umspannwerke gibt. Würde man die viele Energie mit nur 230V durchs Land transportieren, müssten die Kabelquerschnitte der Strommasten enorm dick sein. Stattdessen erhöht man die Spannung auf mehrere tausend Volt, transport die Energie durchs Land und wandelt sie wieder in 230V um.

      Ich hoffe ich konnte helfen 🙂

  4. roland seidlitz
    Autor

    hallo, ich bin sehr beeindruckt von deinem beitrag. gut zu wissen wieviel mein wohnmobil verbrauchen kann. ich habe noch ei ne frage. ist es möglich eine powerbank an den landanschluss anzuschlissen und damit unabhängiger vom stromnetz zu sein.
    danke

    1. René Kutter
      Autor

      Hey Roland, vielen Dank für dein lieben Kommentar 😉 Du kannst dein Wohnmobil/Wohnwagen mit einer Powerstation aufladen, ja. Die müssen halt nur einen Wechselrichter integriert haben, damit du mit 230V laden kannst. Hier als Beispiel so eine Powerstation: https://amzn.to/3eIE6lb
      Die kann eine Speicherkapazität von 576Wh/180000mAh und kann mit 700 Watt Dauerleistung dein Wohnmobil laden.

  5. Rudi Hörmann
    Autor

    Super Seite,
    Danke dafür. Für mich als Stromlaien sehr gute Anleitung.

  6. […] du auch praktische Rechner und Tabellen, die du dir herunterladen kannst. Hier habe ich mal eine hilfreiche Seite für dich […]

  7. […] Stromverbrauch im Wohnmobil berechnen + Tabelle & Rechner […]

  8. Renate Dietl
    Autor

    GUTEN NACHMITTAG<,
    WIR HABEN EIN 7M LANGES WOHNMOBIL,DA WIR HEUER NACH TUNESIEN FAHREN UND SEHR OFT FREISTEHEN, ÜBERLEGEN WIR EIN SOLARMODUL, BZW. FALTBARE SOLARKOFFER ANZUSCHAFFEN.
    WAS WÜRDEN SIE UNS RATEN ? WENIG GEWICHT , VIEL "STROM", PREISLEISTUNG?
    DANKE FÜR IHRE MÜHE
    RENATE DIETL

  9. Hallo René, sehr tolle Seite und sehr gute Erklärungen und Tips. Endlich mal jemand, der behilflich ist ! Vielen Dank dafür!!

  10. Uhlemeyer Brigitte
    Autor

    Hallo Roland,
    Bei unserem Womo McLouis geht wie von Geisterhand das Licht immer aus, obwohl wir am Campingplatz am Strom angeschlossen sind? Hast du eine Idee woran das liegen kann?
    MFG
    Brigitte

    1. Puhh, das kann echt alles sein. Ohne die Verkabelung zu kennen, kann ich da leider nicht helfen. Würde mal auf Wackelkontakt tippen.

  11. Tom
    Autor

    Danke für den Beitrag, der jedoch einen Denkfehler mit ggf. erheblicher Auswirkung enthält:
    Auch im Gasbetrieb benötigen Kühlschrank und Heizung Strom, einmal für die Steuerung und zum Betrieb des Gebläses, über das beide verfügen.
    Nach Herstellerangaben benötigt die Truma Kombi 6 bei Gas zwischen 0,4 und 5,6 A bei 12 V, im Durchschnitt 1,1 A beim Betrieb, die Dieselbetriebene Varianate sogar noch deutlich mehr. Für einen Wintercamper, der die Heizung 24 h/d laufen lassen muss, sind das dann deutlich über 20 Ah benötigte Kapazität!
    Lediglich beim GasHerd stimmt die Angabe, der hat weder Steuerung noch Gebläse .

    1. Danke 🙂 Ich habe den Rechner und den gesamten Beitrag mal überarbeitet.

  12. Wagner Pete
    Autor

    etwas später, aber auch von mir ein herzliches Dankeschön… sehr hilfreich, denn ich hatte gerade nen Knoten im Oberstübchen beim Ausrechnen…

    Gruß aus dem Schwarzwald

    Pete

  13. Wolfgang
    Autor

    Hallo,
    den Rechner finde ich sehr gut, danke für die Bereitstellung. 👍
    1 Einschränkung, den Kühlschrank betreffend gibt es jedoch. Ich denke da versteckt sich irgendwo im Hintergrund ein Kommafehler – meine Eingaben: 12V / Absorber / Kühlschrank / 90 Liter / mit Gefrierfach: Ja / Normaltemperatur = 303,3 Ah/Tag !!
    Das erscheint mir unmöglich, ich denke ~30Ah ist da wahrscheinlicher.?
    Einen screenshot der Berechnung kann ich leider nicht anhängen….

    1. Hey Wolfgang, vielen Dank für deinen Hinweis. Leider lese ich ihn jetzt sehr spät. Allerdings habe ich mittlerweile die Seite komplett überarbeitet und so auch den Rechner 🙂

  14. Mareen Bork
    Autor

    Hallo René
    Vielen Dank auch von mir. Wir haben gerade ein Wohnmobil gekauft und sind noch nicht so im Thema. Du scheinst sehr gut im Thema zu sein.
    Warum lädt unsere PV Anlage nur bei laufendem Motor? Hast du dazu eine Idee? Hoher Stromverbrauch im Stand bei keinem erkennbaren Verbraucher. Standby Geräte ausgeschaltet. Kein TV oder sonstige 230 V Geräte. Kühlschrank mit Gas. Trotzdem in 36 Std ca. 70 Ah Verbrauch. Kannst du uns dazu einen Tipp geben?
    VG Mareen

    1. Hallo Mareen,

      erst einmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Wohnmobil! 😊

      70 Ah in 36 Stunden finde ich schon ziemlich viel, wenn tatsächlich alle größeren Verbraucher ausgeschaltet sind.

      Dass die Solaranlage nur bei laufendem Motor lädt, ist ebenfalls ungewöhnlich. Hier würde ich zunächst den Solarregler und dessen Verkabelung überprüfen.

      Viele Grüße!

  15. Der Stromrechner ist der absolute Hammer! Sehr detailreich und mit vielen guten Tipps auf die man manchmal selber gar nicht kommt. Vielen Dank dafür.

    VG Pascal von viercampen.de

    1. Vielen Dank! Das freut mich sehr zu lesen 🙂

  16. […] du schnell bei einem Bedarf von 50 Ah pro Tag landen. Vergleichst du das mit der Energie, die Solarmodule erzeugen, wird schnell klar: Eine Solaranlage auf dem Dach könnte diesen Bedarf bei gutem Wetter […]

  17. […] natürlich geht es auch darum, welcher Akku zu welchem Wechselrichter passt. Hier der Link zu einem Rechner bei Camperpedia, mit dem ihr abschätzen könnt, wieviel Kapazität ihr am Tag […]

  18. Dean McGlynn
    Autor

    Really enjoyed reading this thoughtful article. Your perspective on this topic is refreshing and well-articulated. Looking forward to more content like this!

  19. Ferdi
    Autor

    Hallo Rene’,
    herzlichen Dank für deine Aufklärung.
    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, reichen mir zwei normale 100 Ah
    Batterien also
    200 Ah / 60 % – 120 Ah.
    Verbrauch pro Tag 30 Ah
    währen ca 4 Tage ohne aufzuladen
    Solarmodul 100 Ah :
    Selbst bei schlechten Bedingungen
    30 Ah
    Das hieße dann, mein Modul reicht vollkommen aus, um immer Strom zu haben.
    Seh ich das richtig ?
    Liebe Grüße
    Ferdi

  20. Ralf
    Autor

    Tolle Seite wie ich finde, Idiotensicher.

  21. Uwe
    Autor

    Hallo, vielen Dank für Deinen interessanten Beitrag.
    Was mir noch nicht so ganz einleuchtet ist die Berechnung für den Verbrauch eines 230V Gerätes. Wie hoch sind die Wh bzw. Ah, wenn ich an den 12V Akku einen Wechselrichter 12V/230V mit einer Leistung von 1500W anschließe und damit z.B. einen Verbraucher von 100W/230V für z.B. 30Min. benutze.
    Ich würde mich freuen, wenn Du mir das einmal erklären bzw. berechnen könntest.
    LG Uwe

  22. Uwe
    Autor

    Hallo, vielen Dank für Deinen interessanten Beitrag.
    Was mir noch nicht so ganz einleuchtet ist die Berechnung für den Verbrauch eines 230V Gerätes. Wie hoch sind die Wh bzw. Ah, wenn ich an den 12V Akku einen Wechselrichter 12V/230V mit einer Leistung von 1500W anschließe und damit z.B. einen Verbraucher von 100W/230V für z.B. 30Min. benutze.
    Ich würde mich freuen, wenn Du mir das einmal erklären bzw. berechnen könntest.
    LG Uwe

    1. Hallo Uwe,

      gerne erkläre ich dir das an deinem Beispiel.

      Dein 230-V-Verbraucher hat eine Leistung von 100 W und läuft 30 Minuten.

      Die Rechnung ist ganz einfach:

      **100 W × 0,5 Stunden = 50 Wh**

      Dein Verbraucher benötigt also 50 Wh Energie.

      Da du einen 12-V-Akku verwendest, rechnen wir das um:

      **50 Wh ÷ 12 V = 4,17 Ah**

      Das wäre der theoretische Verbrauch ohne Verluste.

      Da der Wechselrichter aber nicht verlustfrei arbeitet, müssen wir noch etwas dazurechnen. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 90 % ergibt sich ein Verbrauch von ungefähr **4,6 Ah aus deinem 12-V-Akku**.

      Die 1500 W deines Wechselrichters geben übrigens nur an, wie viel Leistung er maximal liefern kann. Für den tatsächlichen Verbrauch ist entscheidend, welches Gerät du anschließt und wie lange es läuft.

      Ich hoffe, das macht die Berechnung etwas verständlicher. 😊

      Viele Grüße!

  23. Katie Elder
    Autor

    Lieber René, danke für deine tolle Erklärung.
    Ich hatte gerade einen Breakdown meiner Blei-Bordbatterie und werde auf Lithium umstellen. Da wollte ich nicht an der Kapazitätsgrenze kratzen. Glücklicherweise bin ich über deine Seite gestolpert.

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